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Optimierung der Flotte

Deutsche Post World Net verwendet Transportmittel wie Flugzeuge, Lkw und Schiffe, die mit fossilem Treibstoff betrieben werden und den größten Anteil an den gesamten Kohlendioxidemissionen des Konzerns haben. Um diese Emissionen zu reduzieren, wird Deutsche Post World Net seine Luft- und Fahrzeugflotte allmählich erneuern. Der Konzern will die CO2-Emissionen außerdem durch eine teilweise Verlagerung der Luftfracht auf Schiffs-, Schienen- und Straßentransport verringern.

DHL mit moderner Flugzeugflotte

Im Rahmen ihres GoGreen-Klimaschutzprogramms hat sich die Deutsche Post World Net zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Effizienz bis 2020 um 30 Prozent zu erhöhen. Wesentlicher Baustein zur Erreichung dieses Ziels ist die Optimierung der Luftflotte.

Bis 2020 wollen wir 90 Prozent unserer Luftflotte erneuern. Beispielsweise indem wir moderne Frachtflugzeuge des Typs Boeing 757 Special Freighter (B757-SF) erwerben. Die B757-SF ist gegenüber ihrem Vorgänger, der Boeing 727, um 77 % leiser und verbraucht 20 % weniger Kraftstoff pro Tonne, so dass sich der CO2-Ausstoß signifikant reduziert. Die Maschine befördert zudem pro Flug 6.000 kg mehr Fracht als die B727, wodurch die Gesamttransportkosten sinken.

Überdies statten wir einige Frachtflugzeuge mit aerodynamischen Winglets aus. Dabei handelt es sich um Flügelspitzen an den Tragflächen, die die CO2-Effizienz um zwei bis fünf Prozent erhöhen.

Der DHL-Service Parcel InterCity und weitere Schienentransporte

Das Güterverkehrsaufkommen wächst kontinuierlich. Allein für Deutschland wird erwartet, dass bis 2015 die Transportleistung gegenüber 1997 um 64% steigen wird. Schon heute ist absehbar, dass die Straßenverkehrsnetze an ihre Entwicklungsgrenzen stoßen. Innovative Lösungen sind gefordert, die darauf setzen, einzelne Verkehrsträger optimal zu vernetzen.

Schiene hat Vorrang

Für DHL gehören neue, kombinierte Transportkonzepte von Straße und Schiene schon heute zur Realität. Der Parcel InterCity (PIC), der seit Anfang 2000 in Kooperation mit Stinnes Intermodal, einem Unternehmen der Deutschen Bahn AG, betrieben wird, schont die Umwelt und gewährleistet Schnelligkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Das innovative Zugkonzept ist besonders für den zeitkritischen Pakettransport in der KEP-(Kurier-Express-Paket) und Speditionsbranche geeignet. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometern ist er wesentlich schneller als der LKW. Der erste Parcel InterCity Service vernetzte durch die Verbindung von Hamburg und Hannover mit München und Nürnberg die Wirtschaftsmetropolen in Deutschland von Nord nach Süd.

Im Februar 2005 kam zusätzlich eine Ost-West-Verbindung zwischen dem westfälischen Bönnen/Unna und Wustermark bei Berlin hinzu, die fünfmal wöchentlich bedient wird. Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts wurde durch die Partnerschaft zwischen DHL und Optimus Logistics ermöglicht, die ihre Verkehrsmengen bündeln. Die Kunden erhalten somit ein deutlich verbessertes Leistungsangebot gegenüber dem bisher von Optimus allein betriebenen Schienenservice, insbesondere hinsichtlich der Schnelligkeit.

Für die neue Ost-West-Verbindung von knapp 450 km Länge benötigt der Parcel InterCity - dank Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h - rund fünfeinhalb Stunden. Mit Hilfe von 8.700 PS starken Loks der Baureihe 101 verbindet Railion, die Güterbahntochter der Stinnes AG, beide Wirtschaftszentren im so genannten Nachtsprung. Auf einer Gesamtlänge von 700 m bietet der Güterzug pro Strecke 160.000 Tonnen Ladekapazität im Jahr.

Der Parcel InterCity kombiniert die Flexibilität des Straßentransports mit der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit von Expresszügen. Weiterer Vorteil neben der Pünktlichkeit von 95 % sind die exakt getakteten Be- und Entladungen, die ohne Wartezeiten spät abends und früh morgens stattfinden. Über die Nord-Süd- und die Ost-West-Verbindung transportiert der PIC somit jährlich 280.000 Tonnen Güter und verlagert pro Tag 70 LKW-Touren auf die Schiene.

Schienengüterverkehr für DHL Skandinavien

Neben den PIC-Verbindungen in Deutschland betreibt DHL einen Schienentransportdienst in Skandinavien. Der Abschluss eines Kooperationsvertrages mit TX Logistik bildet den Auftakt für einen regelmäßigen Schienengüterverkehr zwischen Lübeck/Travemünde und Verona, einen so genannten Ganzzug. Ab sofort verkehrt ein Güterzug mit 28 Waggons im Pendelverkehr. Zudem hat DHL Express eine Vereinbarung mit der Lübecker Hafengesellschaft mbH (LHG) über eine enge Zusammenarbeit im Hinblick auf eine gemeinsame Nutzung des Ganzzuges getroffen.


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